ExkMainz.shtml 04.02.2011

 

30. Mai 2005

Exkursion nach Mainz

Sektion Karlsruhe der Deutschen Gesellschaft für Kartographie
und Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft,
Studiengang Kartographie und Geoinformatik

Unter dem Motto Kartographie in der Raumordnung und Landesplanung und in der Geologie in Rheinland-Pfalz im Zeitalter von e-Government und Webmapping führte Professor Hans Kern am 30. Mai 2005 eine Tagesexkursion für die Sektion Karlsruhe und den Studiengang Kartographie und Geoinformatik zur Obersten Landesplanungsbehörde und zum Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz durch.

In Mainz wurden die Teilnehmer von Ministerialrat Jens Carstensen und unserem Sektionsmitglied Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Leuschner in der Abteilung Raumordnung und Landesplanung empfangen. Jens Carstensen gab den Teilnehmern einen Überblick allgemein über die Aufgaben der Raumordnung und Landesplanung in Rheinland-Pfalz. Anschließend stellte Reinhard Leuschner speziell die vielfältigen Aufgaben der Kartographie sowohl theoretisch als auch praktisch an Kartenbeispielen aus dem Landesentwicklungsprogramm, den Regionalen Raumordnungsplänen, dem Raumordnungskataster und den Raumordnungsberichten dar. Ein Ausblick auf das zukünftige Geodatenmanagement beschloss seine Ausführungen. In der Diskussion ging es natürlich auch um die Berufsaussichten der gerade studierenden Kartographen. Reinhard Leuschner rechnete vor, in wie vielen Bundesländern auf wie vielen Planungsebenen Rauminformationen bereitgestellt und verarbeitet werden müssen und kam zu einer eher optimistischen Perspektive.

 

Ministerialrat Jens Carstensen, unser Sektionsmitglied Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Leuschner und Hans Kern (von links)

Foto Helmut Lehmann

Ministerialrat Jens Carstensen, unser Sektionsmitglied Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Leuschner und Hans Kern (von links)

 

Während die Raumordnung und Landesplanung in der Mainzer Innenstadt zentral untergebracht ist, liegt das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz in einem Neubau vor den Toren der Stadt. Dort konnten die Exkursionsteilnehmer trotz knapp bemessener Zeit in der Kantine zu Mittag essen. Geologiedirektor Dr. Klaus Steingötter und seine Kollegen stellten das Landesamt mit seinen Abteilungen Zentraler Service, Geologie und Rohstoffe, Boden und Grundwasser, Ingenieurgeologie und Bergbau vor. Die Geologische Karte 1 : 25 000 ist seit 200 Jahren ein Standard, die die Verhältnisse tiefer als ein Meter unter der Erdoberfläche abbildet, die Bodenkundliche Karte erfasst den Bereich darüber. Seit etwa 1995 setzt das Landesamt die ESRI-Produkte ein und seit 2004 gibt es im Intra- und Internet Mapserver-Anwendungen. Man arbeitet auf der Basis von Linux, Apache, UMN-Mapserver, PHP und Oracle Spatial. Im Hinblick auf Kartographenarbeitsplätze im Landesamt war unser Eindruck, dass von der IT-Technik her unsere Absolventen die Anforderungen erfüllen, aber im Geologisch-Fachlichen sich erheblich einarbeiten müssten. Es sollte aber möglich sein, über Diplomarbeiten Qualifikationen nachzuweisen.

Auf der Rückfahrt von Mainz gab es insbesondere für die Studenten des internationalen Masterstudiengangs noch Gelegenheit, die agrargeographischen Kenntnisse über Deutschland zu vermehren: Im Hofladen des Landwirts Hoffmann in Erlenbach fanden tagesfrische Erdbeeren und Spargel großen Zuspruch. Erstaunen erregten die auf einem Feld gerade gesetzten handtellergroßen Tabakpflänzchen.

Hans Kern