20080110 Lukec.shtml 22.03.2012
10. Januar 2008
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Kartographisches Kolloquium 2007/2008Sektion Karlsruhe der Deutschen Gesellschaft für Kartographie e. V.
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Foto Helmut Lehmann Dipl.-Ing. (FH) Marco Lukec und Professor Dr.-Ing. Gerhard Schweinfurth (v. l.) |
Am 10. Januar 2008 fand ein weiteres Kolloquium zum Generalthema „Wo kommen die Absolventen der Kartographie unter?“ statt. Nach Begrüßung und einleitenden Worten durch Professor Dr.-Ing. Gerhard Schweinfurth referierte Dipl.-Ing. (FH) Marco Lukec von der T-Punkt-Vertriebsgesellschaft über „Geomarketing – Geomatiker zwischen Spezialist und Manager“.
Marco Lukec begann seinen Vortrag mit einer kurzen Vorstellung seines bisherigen Werdegangs. Nach dem Studium begann er als Produktmanager bei der Firma Infas-GEOdaten GmbH und wechselte nach drei Jahren zur T-Punkt-Vertriebsgesellschaft mbH (TPG), bei der er für das Geomarketing verantwortlich ist.
In seinem ersten Vortragspunkt „Geomatiker – und was jetzt“ stellte er einige Vorteile, mögliche Nachteile und Chancen eines Geomatiker-Spezialisten heraus. Mit der Frage: „Spezialist – Fluch oder Segen?“ formulierte er die Problematik treffend. Durch das Spezialwissen um die Geodatenvisualisierung erhält der Studiengang der Kartographie und Geomatik ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Mitkonkurrenten wie Geographen, Vermessern, Physikern und Wirtschaftsinformatikern. Gerade im Bereich des Geomarketing spielt dies eine wichtige Rolle. Der Referent verdeutlichte durch die Erläuterung wichtiger themakartographischer Prinzipien, dass alle erhobenen Daten im Geomarketing visualisierbar sind. Mit dem Satz „Eine Karte sagt mehr als tausend Worte“ brachte er seine Ausführungen auf den Punkt. Am Beispiel der TPG veranschaulichte Marco Lukec, welches Spektrum Geomarketing haben kann. Themen wie die Erstellung von Standort- und Expansionslisten, der Aufbau einer Geodatenbank, die Durchführung von verschiedenen Analysen und die Unterstützung von Marketing und Vertrieb des Unternehmens stellen nur einen Teil des Arbeitsgebietes dar. Dadurch spielt Geomarketing eine wichtige Rolle bei den Unternehmensentscheidungen, bei denen es um Vertrieb und Expansion geht.
Das Thema Geomatik ist für viele Unternehmen noch neu und unbekannt. Genau darin liegt die große Chance. Mit dem „Wissen, an welchen Schrauben man drehen muss“, sollte der Absolvent des Studiengangs Kartographie/Geomatik offensiv auf die relevanten Firmen zugehen. Mit diesem Ratschlag und einem klaren Statement zu den sehr guten Zukunftsaussichten der Geomatiker schloss Marco Lukec seinen sehr erfrischenden und stets mit Praxisbeispielen unterlegten Vortrag.
Julitta Erbrecht