20080124 Kolb.shtml 22.03.2012

 

24. Januar 2008

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Kartographisches Kolloquium 2007/2008

Sektion Karlsruhe der Deutschen Gesellschaft für Kartographie e. V.
und Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft,
Fakultät für Geomatik

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„Wo kommen die Absolventen der Kartographie unter?“ Unter diesem Motto des Kartographischen Kolloquiums 2007/2008 sprach am 24. Januar 2008 Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Kolb, Ostfildern, Absolvent des hiesigen Studiengangs, zum Thema „Verlagskartographie – Wandlung kartographischer Aufgaben“. Die MAIRDUMONT GmbH ist in Deutschland und der Europäischen Union Marktführer für touristische Informationen, die unter sehr vielen Marken und Produkten, zum Teil mit Partnern angeboten werden. Seit 1996 wird in der Kartographie digital gearbeitet, zunächst mit Freehand, dann kam Rascon dazu und seit dem Umbruchsjahr 2003 ArcInfo. Im gleichen Jahr entfiel die ganze Reprotechnik. Während es vorher eine klare Trennung von Redakteur und Techniker gab, werden jetzt alle Aufgaben von jedem durchgeführt.

 

Ehemalige Arbeitskollegen: Dipl.-Ing (FH) Wolfgang Kolb und Dipl.-Ing (FH) Ulrike Werner, zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Gerhard Schweinfurth (v. l.)

Foto Helmut Lehmann

Ehemalige Arbeitskollegen, Dipl.-Ing (FH) Wolfgang Kolb und Dipl.-Ing (FH) Ulrike Werner, zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Gerhard Schweinfurth (v. l.)

 

Die Nachteile sind der Verlust des Repro-Wissens und des „graphischen Auges“, sowie die unpersönliche, programmgesteuerte graphische Ausgabe. Als Vorteile haben sich die gleichzeitige Datenaufbereitung für den Druck und den Daten-Verkauf, mögliche individuelle Datenanpassungen, das Geodaten-Management und die Kostensenkung herausgestellt. Die Geodaten werden blattschnittfrei gespeichert, Raster- und Vektordaten sind gemischt. Die Bereitstellung von Kartenausschnitten erfolgt über sogenannte Aufträge. Waren in der Kartographie 2003 noch 110 Personen beschäftigt, so sind es heute nur noch 45. Die Printkartographie geht zurück, daher wird in diesem Bereich das Personal auch eher weiter abnehmen. Der Verkauf von Geodaten an Ämter, Architekten und Speditionen und die Navigationsapplikationen sind die Wachstumsbereiche. Bewerber, auch für Abschlußarbeiten, sollten Kenntnisse in Datenbanken, Programmiersprachen, geographischen Informationssystemen und Desktoppublishing mitbringen.

Hans Kern