20101111 Kampmann-Eisenberg.shtml 14.03.2012
11. November 2010
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Kartographisches Kolloquium 2010/2011Sektion Karlsruhe der Deutschen Gesellschaft für Kartographie e. V.
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An der Hochschule Karlsruhe wird im Rahmen von BIOTA (BIOdiversity Monitoring Transect Analysis in Africa) in Ost-Afrika geforscht. Für die Leiterin des Ost-Afrika-Projekts, Prof. Dr. Gertrud Schaab, lag es daher nahe, Dr. Dorothea Kampmann und Dr. Joachim Eisenberg vom Institut für Physische Geographie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main zum zweiten Kartographischen Kolloquium 2010/2011 einzuladen, da sie am BIOTA-Projekt für Westafrika arbeiten - ein Blick in fremde Kochtöpfe also. Das Thema am 11. November 2010 war „Der BIOTA West-Atlas: Zehn Jahre Biodiversitätsforschung in einem Buch für den Wissenstransfer an Nicht-Wissenschaftler“. Ziele von BIOTA sind wissenschaftliche Untersuchungen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Afrikas Biodiversität, also von seiner Artenvielfalt, ein kontinentales Netzwerk zur Beobachtung der Landdegradation und die Förderung von Kompetenz vor Ort zur ländlichen Entwicklung in Afrika. Die erhobenen Daten sollen auch langfristig allgemein zugänglich bleiben.
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Dr. Dorothea Kampmann |
Fotos Goethe-Universität Frankfurt a. M. Dr. Joachim Eisenberg |
Am BIOTA-West nehmen die Länder Burkina Faso, Elfenbeinküste und Benin teil. Der unmittelbar vor Auslieferung stehende Atlas besteht aus drei Bänden, je einer für die beteiligten Länder. Er gliedert sich in zehn Kapitel, dabei sind die Kapitel 1 bis 3, 9 und 10 jeweils gleich, die übrigen sind länderspezifisch. Das Format ist 260 mm auf 265 mm, also fast quadratisch, Sprachen sind Französisch und Englisch. Der Atlas, dessen Nutzung ohne Vorkenntnisse über Biodiversität möglich ist, wendet sich an Ministerien, NGOs, National Task Manager, Lehrer, Studenten und die allgemeine Öffentlichkeit. Wichtig waren das interne und externe Prüfen der Texte und die Durchsicht der Druckfahnen, wobei insbesondere die Übersetzung von Fachbegriffen schwierig war.
Jeder Band enthält etwa 200 Karten im Maßstab 1:200 000. Zu den Layern Schummerung, Grenzen, Hydrographie, Infrastruktur, Städte kommen zwei bis drei thematische Informationsebenen.
Der Vortrag schloss mit Bemerkungen zu „Lesson Learned“: klare Vorgaben und Normen, Übersetzungen von Fachbegriffen, Schulungen in Text- und Bildverarbeitung, Implementierung im Gesamtprojekt und Projektmanagement stehen im Fokus.
In der Diskussion wurden technische Fragen geklärt: Die Gestaltung des Atlasses erfolgte mit Indesign, er wird in einer Auflage von 200 Hardcover- und 2 000 Paperback-Exemplaren gedruckt. Bedauerlich war, dass keine Karten in Augenschein genommen werden konnten.
Hans Kern