20110113 Kornfeld Bericht.shtml 22.03.2012
13. Januar 2011
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Kartographisches Kolloquium 2010/2011Sektion Karlsruhe der Deutschen Gesellschaft für Kartographie e. V.
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Das erste Kartographische Kolloquium im Neuen Jahr wurde von Dipl.-Geogr. Anna-Lena Kornfeld von der HafenCity Universität Hamburg gehalten. Am 13. Januar 2011 führte sie die Anwesenden mit dem Thema „Audiokartographie - Die Kartierung akustischer Informationen“ in ein interessantes Spezialgebiet ein.
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Foto Anna-Lena Kornfeld Dipl.-Geogr. Anna-Lena Kornfeld |
Beginnend bei den ersten historischen Ansätzen bis hin zu modernen kartographischen Visualisierungen akustischer Informationen, zeigte Anna-Lena Kornfeld einen bildreichen Überblick. Der Ursprung des Forschungsprojektes „Audiokartographie“ liegt in ihrer Diplomarbeit „Soundslike“ und beruht auf dem Problem der prinzipiellen Unvereinbarkeit der visuellen und auditiven Wahrnehmung des Menschen. In der Diplomarbeit zeichnete sie die Geräuschkulisse des Hamburger Stadtteils Schanzenviertel auf und versuchte diese kartographisch zu visualisieren. Dabei untersuchte und kombinierte sie verschiedene Visualisierungsmethoden und kam zu dem Schluss: „Die klassische Kartographie hat hier bei weitem nicht ausgereicht!“.
Aufbauend auf Soundslike arbeitet Anna-Lena Kornfeld seit 2008 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lab for Geoinformatics and Geovisualization (g2lab) der HafenCity Universität Hamburg an der kartographischen Visualisierung akustischer Informationen. Ziel ist hierbei, ein Kommunikationsframework für die einheitliche und verständliche visuelle Beschreibung akustischer Daten und Informationen zu entwickeln. Seit Anfang 2008 entstand unter anderem ein modulares Baukastensystem, mit dem sich bekannte Schallparameter mit Hilfe generischer graphischer Variablen in Anlehnung an Jacques Bertin darstellen lassen. Je nach Anwendungsfall lassen sie sich flexibel zu abwechslungsreichen Kartenbeispielen einer angewandten Audiokartographie kombinieren. Die größten Anforderungen bestehen dabei in den Punkten: den Schall sichtbar machen, den Schall großmaßstäbig zu kartieren, Parameter und Variablen zu definieren und ein geeignetes Design für alle finden.
Anna-Lena Kornfeld zeigte viele interessante Skizzen und Kartenbeispiele, die zum heutigen Stand der Audiokartographie führten. Da das Projekt noch lange nicht abgeschlossen ist, darf man weiter auf interessante und ansprechende Ergebnisse aus dem Hamburger Labor gespannt sein.
Im Wintersemester 2010/11 fanden vier Vorträge statt, die wieder von Prof. Dr. Gertrud Schaab organisiert worden sind. Veranstaltungsort war jeweils der Hörsaal hb des B-Gebäudes der HS Karlsruhe.
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter folgenden Links:
http://g2lab.net
http://digitalcity.hcu-hamburg.de
Franziska Günther